Bald war es an der Zeit, sich ernsthaft in dieser Tätigkeit ausbilden zu lassen, doch was musste sich Henry sagen lassen? Er habe nicht das Zeug zum Fotografen. Und wie reagierte Henry? Er eröffnete ein Fotostudio. Das ist Henry Leutwyler, wie er leibt und lebt.
Als klugen Kopf wurde ihm aber bald klar, dass es für ein profitables Geschäft nicht ausreichte, ein Schild aufzuhängen und auf das Beste zu hoffen. Schliesslich begrenzte er den Schaden und zog nach Paris, um die Branche von der Pike auf kennenzulernen. Nach 10 Jahren des Abverdienens in und um Paris machte er sich auf in die USA. Und heute, weitere 10 Jahre später, steht Henry Leutwyler an der Spitze. Seine redaktionellen und kommerziellen Aufträge führen ihn um die ganze Welt, und die Ergebnisse sind in den zahlreichen Magazinen zu besichtigen, die am Kiosk angeboten werden.
Trotz des unbestrittenen stilistischen und standpunktmässigen Einflusses von Avedon und "Mr. Penn" - wie ihn Henry respektvoll nennt - ist Leutwylers Arbeit von einem eigenen Charakter und Flair geprägt. Seine Porträts sind ganz direkt. Im Gegensatz zu anderen Fotografen, die ihre Objekte aus stilistischen Gründen oft nur indirekt oder überhaupt nicht in die Kamera blicken lassen, fängt Henry die Menschen von Auge zu Auge ein. Die Porträtierten starren sozusagen zurück, wie wenn der Mensch auf dem Bild dem Betrachter ebenso in die Seele spähen wollte wie umgekehrt.
Leutwyler lässt sich in keine Schublade einordnen. Sein Portfolio enthält weit mehr als nur Porträts. Ein gutes Beispiel ist sein Buch "Elvis by the Presley's", welches kühne Fotos - sozusagen eine Art Porträts - von persönlichen Gegenständen Presleys enthält. Diese Bilder zeigen unter anderem Presleys Brieftasche (mit Bild der Tochter Lisa Marie), seine vergoldete Beretta, den legendären Fernseher mit dem Einschussloch im Bildschirm, Presleys Tourneeverstärker, seinen Kamm, seine Geldscheinklammer mit den Initialen EAP) und nicht zuletzt... seinen offiziellen US-Marshall-Stern von der Bundesdrogenbehörde.
Wie viele seiner Bilder wurden sie im Format 8x10 aufgenommen. Obwohl er heute oft mit einer Hasselblad in Verbindung mit einem 22-Megapixel capture back arbeitet, bleiben Leutwylers Lieblingsmedium 8x10 EPR und Tri-X, wobei er Letzteres am meisten schätzt.
Etwas, das alle seine Fotografien gemeinsam haben, ist das Licht, mit dem sie beleuchtet sind. An unserem ersten Treffen im Industria SuperStudio in Lower Manhattan führte mit Leutwyler zuallererst einmal seine Beleuchtungskoffer vor. "Schauen Sie sich die an. Und die hier...und die," sagte er, während er einen Kofferdeckel nach dem anderen öffnete. Er hatte mindestens ein Dutzend Koffer dabei. "Das sind die Leuchten, die meine Bilder so aussehen lassen, wie sie es tun. Es gibt keine anderen Leuchten als Broncolor... keine." Dabei hatte ich ihm noch nicht einmal meine erste Frage gestellt.
Seine Hochschätzung für Broncolor ist alles andere als billiger Partiotismus des Schweizers für Schweizer Produkte. Sie kommt daher, dass er am Anfang seiner Karriere andere Leuchten ausprobiert hatte und dabei nie ein System fand, das ihm die Flexibilität, Zuverlässigkeit und Farbkonsistenz des Broncolor-Systems bieten konnte.
"Ich weiss gar nicht, warum ich eigentlich immer noch ein Farbmessgerät mit mir herumschleppe. Die Farbtreue, Blitz nach Blitz, ist einfach unglaublich. Ich kenne kein anderes Blitzsystem, das eine derartige Farbgenauigkeit liefert, egal welchen Schirm, welchen Reflektor oder welches andere Beleuchtungszubehör ich auf dem Set verwende."
Leutwylers bevorzugtes Beleuchtungswerkzeug ist der Broncolor Para, von dem er mehrere besitzt. "Ich habe einmal mit einem Art Director telefoniert, und er fragte mich, wie viele Leuchten ich für ein Bild verwendet hätte, das er gerade gesehen hatte. Es war spät nachmittags an einem herrlichen, klaren Tag. Ich wusste, dass sein Büro nach Westen lag und sagte: Machen Sie das Fenster auf und sagen Sie mir, wie viele Leuchten die Stadt erhellen. Nach kurzem Zögern antwortete er: eine einzige. Ich sagte ihm, dass ich genau so arbeite."
Eine fokussierte Lichtwand ist es, die Leutwyler von seinen mehreren Para-Schirmen erhält. Für grossformatige Aufnahmen rüstet er den Para oft mit einem Broncolor Pulso Twin aus, der von zwei 3200-W-Grafitpacks versorgt wird. Bei grösserem Hintergrund bindet er gern mehrere Para-Schirme zusammen, um die "Lichtwand" zu vergrössern. Die parabolische Form des Para erzeugt eine scharfe Lichtquelle, die eine starken Wechselwirkung von Licht und Schatten mit dramatischem Abfall gegen die Ränder zu begünstigt. "Mit herkömmlichen Schirmen oder überhaupt mit anderen Lichtquellen erhält man niemals die gleiche scharfe Qualität des Para-Lichts. Broncolor-Leuchten kommen dem Sonnenlicht am nächsten, und das ist genau, was ich in meinen Arbeiten anstrebe." Für Details und Lichtakzentuierungen verwendet Henry oft zusätzliche Köpfe mit P65-Reflektoren und anderes Zubehör von Broncolor.
Leutwylers neueste Lieblingskombination ist Broncolors neues Ringlight in Verbindung mit einem Para-Schirm. "Ich bin echt begeistert von den feinsten Beleuchtungsänderungen, die ich erzielen kann, indem ich das Ringlight nach oben, unten, seitwärts oder in verschiedene Entfernungen vom Schirm kippe. Die Möglichkeit, die Position des Ringlight im Schirm einstellen zu können, liefert mir eine unendliche Anzahl Variationsmöglichkeiten für Lichteffekte. Und der Lichtabfall ist einfach von grossartiger Qualiät."
Was Henry Leutwyler am meisten beeindruckt, ist Broncolors Fähigkeit, das Licht so einzufangen, wie er es vor seinem geistigen Auge sieht. "Meine Broncolor-Leuchten sind die einzigen, die ich nie für meine Bedürfnisse modifizieren musste. Sie leisten genau das, wozu sie konstruiert worden sind. Ist Broncolor teurer als andere Beleuchtungssysteme? Ja. Ist Broncolor auch so viel besser als andere Beleuchtungssysteme? Ja und nochmals ja."
Ob er politische Persönlichkeiten, Hollywoodstars, Supermodels oder vergoldete Pistolen fotografiert, Henry Leutwyler legt seine ganze Berufsehre in die Hände eine einzigen Beleuchtungssystems... Broncolor.
Kontakt:
studio@henryleutwyler.com
www.henryleutwyler.com